Connect with us

Rennberichte

Strassenrennen in Steinmaur, 18.6.2017: Lukas Müller gewinnt, Marengo bleibt trotz Pech Leader

Lukas Müller gewinnt, Marengo bleibt trotz Pech Leader – Rundstreckenrennen Steinmaur zählte zum Tour de Suisse-Cup

von: August Widmer    Fotos: Werner Jacobs

Das Rundstreckenrennen von Steinmaur zählte erstmals zum Tour de Suisse-Cup. Das Rennen wurde in einem knappen Endspurt vom einheimischen Lukas Müller gewonnen. Pech hatte der das Einzelklassement des Tour de Suisse-Cups anführende Alberto Marengo. Er erlitt beim Start einen Rad-Defekt, der nicht behoben werden konnte, und stieg schon in der ersten Kurve ins Begleitauto.

Für den nach Punkten führenden Marengo von der Sportgruppe «Equipe Exploit-Goomah-Bikes» war das Rennen, das über 104 km ging, mit dem Start auch schon zu Ende. Marengo war das Opfer eines Gerangels beim Start zwischen zwei Fahrern aus der Sportgruppe MG Project. Michael Müller und Nico Selenati konnten das Rennen auf den ersten Runden zwar noch fortsetzen, fanden jedoch nie mehr im Feld Unterschlupf. Das Rennrad von Marengo erlitt bei diesem Gerangel einen derartigen Defekt, dass es nicht repariert werden konnte und der Italiener gleich nach der ersten Kurve ins Team-Fahrzeug wechseln musste. Für den Fahrer aus der neuen nationalen Sportgruppe war es ein schlechter Trost, dass seine gefährlichsten Gegner nicht wie erwartet Punkte sammeln konnten und er die Einzelwertung des Tour de Suisse-Cups trotz diesem Pech weiter anführt. Vor den zwei letzten Rennen führt Marengo mit 23 Punkten Vorsprung vor dem als Tagesdritten am Ziel eintreffenden Gordian Banzer vom Team Hörmann und mit 26 Punkten vor dem in Steinmaur nicht startenden Gian Friesecke.

Erster Sieg für Lukas Müller

Banzer und acht andere Fahrer hatten bereits in der zweiten von 18 Runden das Weite gesucht. Da die wichtigsten Teams vorne vertreten waren, war der erste Vorstoss schon der entscheidende. Die Spitze löste sich im Verlaufe des bei sommerlichen Temperaturen ausgetragenen Rennens zwar von Runde zu Runde auf. Aber am Schluss waren es dann gleichwohl sieben dieser Flüchtlinge der ersten Stunde, die die ersten Plätze belegten. In der Schlussrunde setzte der 24-jährige Lokalmatador Lukas Müller alles auf eine Karte. Er überraschte beim letztmaligen Egg-Aufstieg seine Gegner und vermochte sich mit dem Jurassier Anthony Rappo wenige, aber entscheidende Meter abzusetzen. Im Endspurt behielt Müller zur Freude des Publikums das bessere Ende für sich und gewann knapp. «Es ist toll, vor dem eigenen Publikum zu gewinnen. Ich glaube jedoch nicht, dass mir der Heimvorteil viel brachte. Da wir 18 Mal den Rundkurs abfahren mussten, kannten meine Gegner am Schluss die Schlüsselstellen auch bestens». Müller musste alleine oder nur mit wenigen Fahrerin ins Ziel kommen, wenn er seinen ersten Sieg als Elite-Fahrer realisieren wollte: «In einer kleinen Gruppe bin ich spurtstark. Als die Spitze auseinanderfiel ging für mich alles auf», freute sich Müller, den man bisher vor allem Querfahrer kannte, über seinen ersten Elite-Sieg auf der Strasse. Auf den letzten Metern setzte sich Müller mit dem Jurassier Rappo ab. Gegen diesen Gegner vermochte sich der Steinmaurer dann auch durchzusetzen. Der Dritte Banzer verbesserte sich mit diesem Rang im Tour de Suisse-Einzelklassement auf den zweiten Platz. Jan-André Freuler lancierte mit Fabian Lienhard, dem zweiten Lokalmatadoren, bei Rennhälfte einen Gegenangriff. Aber ganz nach vorne kam dieses Duo nicht mehr. Immerhin vermochte sich Freuler im Tour de Suisse-Cup-Einzelklassement auf den vierten Platz vorzuarbeiten. Timo Güller, der vor Wochenfrist in Gippingen Zweiter geworden war, behagte der recht anspruchsvolle Parcours von Steinmaur nicht. Er kam mit dem geschlagenen Feld ins Ziel und fiel in der Wertung auf den fünften Zwischenrang zurück. Als sechster folgt dicht hinter ihm nun Lukas Müller, der Tagessieger von Steinmaur. Der Tour de Suisse-Cup bleibt also spannend bis zu den letzten Rennen.

 

Weitere Siege für die Lokalmatadore

 

Der Velo-Club Steinmaur, der im nächsten Januar die Querfeldein-Schweizermeisterschaft durchführt, bot nicht nur den Elite und Amateuren eine Startgelegenheit. Eine Woche vor der Strassenmeisterschaft erhielten vielmehr auch die andern Lizenz-Kategorien Startgelegenheiten. Da gab es noch weitere Siege der Lokalfahrer zu feiern. Das Rennen der Junioren/U-19 wurde solo von Mauro Schmid gewonnen. Schmid war schon alleine zu zwei voraus liegenden Fahrern vorgestossen. Er sprengte diese Spitze und erreichte das Ziel mit einem Vorsprung von mehr als zweieinhalb Minuten alleine. Bei den Frauen sicherte sich eher überraschend die Querfeldeinfahrerin Lise-Marie Henzelin den Sieg. Die Jurassierin gewann vor Sandra Weiss (Sulz) und Nicole Hanselmann (Wetzikon). Beim Frauen-Nachwuchs gab es durch Noemi Rüegg einen weiteren Sieg durch eine Fahrerin des Veranstalters. Rüegg war die einzige Nachwuchsfahrerin, die mit den Besten der Elite mitzuhalten vermochte. Das Rennen der Anfänger/U-17 wurde mit einem Vorsprung von einer Minute von Jonathan Niggli (Hochdorf) gewonnen. Gioele David (Bellinzona) und Fabio Christen (Gippingen) landeten auf den Ehrenplätzen.

Bei den Schülern heissen die Sieger Yanis Markwalder, Weinfelden (Jahrgänge 2003 und 2004), Francesco Caruso, Affoltern a.A (Jahrgänge 2005 und 2006) und Jonathan Rinner, Zürich-Höngg (Jahrgänge 2007 und 2008

Ranglisten:

RanglisteSteinmaur2017_Elite

RanglisteSteinmaur2017_FB

RanglisteSteinmaur2017_FE

RanglisteSteinmaur2017_U11

RanglisteSteinmaur2017_U13

RanglisteSteinmaur2017_U15

RanglisteSteinmaur2017_U17

RanglisteSteinmaur2017_U19 RanglisteParcour_u_RennenU13U15

 

Click to comment

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

More in Rennberichte