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Strassenrennen

Ehemalige Radsportler trafen sich in Döttingen

Von August Widmer

Bereits zum vierten Male kam es in der «Gelateria» von Silvio Fant in Döttingen zu einem Treffen von ehemaligen Radsportlern aus dem Aargau und dem Baselbiet. Mit Hans Schleuniger (Klingnau), Guido Frei (Ehrendingen) und Sepp Christen (Gippingen) waren drei frühere Profis dabei. Auch Ueli Zimmerli (Endingen), der in seiner Aktivzeit einer der besten Bergfahrer war, hatte ebenso wie der frühere Elite-Amateur Roman Cuel (Basel) den Weg nach Döttingen gefunden. Cuel war nach seiner Aktivzeit während vielen Jahren sportlicher Leiter der Mannschaft «Colner-Coop» gewesen. Für dieses Amateur-Team fuhr nebst dem Einheimischen Hansruedi Keller auch Gilbert Glaus, der Amateur-Weltmeister von 1978. Auch etliche Personen, die im Hintergrund für den Radsport aktiv waren, fehlten beim Radsportlertreffen vom Samstag nicht. Werner Schaffhauser (Bad Zurzach), der langjährige Speaker der Gippinger Radsporttage und des GP Rüebliland sowie ehemaliger Organisator des leider verschwundenen Paarzeitfahrens von Bad Zurzach, war ebenso mit von der Partie wie Werner Eggspühler (Klingnau). Eggspühler hatte während vielen Jahren als OK-Präsident der inzwischen verschwundenen Stausee-Rundfahrt vorgestanden. Auch Urs Vögele (Kleindöttingen), der Gilbert Glaus am Schluss seiner Profikarriere als Einzelfahrer unterstützt hatte und auch im Organisationskomitee der Stausee-Rundfahrt mithalf, erschien zum geselligen Anlass. Da Organisator Silvio Fant nicht nur als «normaler» Rennfahrer aktiv gewesen war, sondern auch Militärradrennen bestritt, erschienen zum Treffen auch etliche Militärradfahrer. Darunter auch der unverwüstliche Hans Schmid (Aarau). Er hatte in den Siebziger Jahren viermal das damals mit über 200 Teilnehmern stark besetzte Militärradrennen von Gippingen gewonnen. So kam am Samstagnachmittag in Döttingen einiges an radsportlicher Prominenz zusammen. Radsportliche Erfolge und Misserfolge sowie viele dazu gehörende Anekdoten boten bei diesem geselligen Zusammentreffen viel Gesprächsstoff. Das Zusammentreffen zeigte allerdings auch, wie viel an radsportlichen Aktivitäten in den letzten Jahren in der Nordwestschweiz verloren gegangen sind. Gab es in früheren Jahren in fast jeder Gemeinde des Kantons Aargau und in der Radsportregion Zurzibiet ein Radrennen, ist heute nur noch der «GP von Gippingen» und in diesem Jahr die in der letzten Juni-Woche in Schneisingen stattfindende Schweizermeisterschaft übriggeblieben. Organisatorisch nicht besser sieht es rund um Basel aus: Nach dem Verschwinden der Kriterien von Birsfelden und Basel sowie der Wartenberg-Rundfahrt von Pratteln sind noch der GP Oberbaselbiet in Zunzgen und das Kriterium von Riehen übriggeblieben. Dass eine Sportart, für deren Ausübung es keine Möglichkeiten mehr gibt, für junge Leute und angehende Sportler nicht interessant ist, liegt auf der Hand. Deshalb ist zu hoffen, dass Zusammentreffen von Ehemaligen wie vom Samstag in Döttingen nicht nur zu Rückblick auf vergangene Zeiten dient, sondern auch der Radsportzukunft wieder neue Impulse gibt.

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