RMVZOL-Frühlingsrennen in Rüfenach - Der Aargauer Manuel Zobrist setzte sich durch - Verregneter Aufgalopp zur Aargauer Challenge


Einen verregneten Auftakt nahm am Samstag in Rüfenach bei Brugg die diesjährige Aargauer Challenge. Während des ganzen über 47 km führenden Rennens, das zum «Frühlingscup» des Zürcher Oberländer Verbandes RMVZOL zählte, regnete es. Der Aargauer Manuel Zobrist (Rupperswil) holte sich vor Vorjahressieger Gian Frisecke (Wila ZH) den Sieg. Der Auftakt ins erste Rennwochenende auf Schweizer Strassen wurde alles andere als eine Frühlingsfahrt. Während des ganzen, über fünf Runden oder 47 km führenden Rennens regnete es unterbrochen. Gleichwohl nahmen 50 Fahrer dieses als «Frühlingscup» bezeichnete Rennen in Angriff. Angesichts der misslichen Witterungsbedingungen ein beachtliches Feld. Vorstösse wurden erst auf den beiden Schlussrunden gefahren. Vorjahressieger Gian Friesecke, der in dieser Saison fürs österreichische Team «Voralberg» fährt, und Manuel Zobrist (Rupperswil), der Erste des Gesamtklassements der letztjährigen Brugger Abendrenn-Saison, konnten sich aus dem Feld lösen. Bei der letzten Passage des «Totengässlis», der einzigen bedeutenden Steigung auf dem sonst mehrheitlich flachen Rundkurs, vermochte sich Zobrist von seinem Gegner zu lösen. Mit gut 100 Metern Vorsprung holte sich der 20-jährige den Sieg. «Gleich beim ersten Renneinsatz zu gewinnen ist schön. Ich hoffe, dass ich in der neuen Saison auf der Strasse in der Elite-Kategorie vorne mithalten kann. Da ich bereits zweimal im Trainingslager war, sollte mir dies gelingen», war Zobrist mit seinem Erfolg zufrieden. In seiner Juniorenzeit war Zobrist in erster Linie Biker gewesen. Und auch die Elite-Qualifikation schaffte er im Mountainbike. Trotzdem steht für den Aargauer fest: «Ich möchte als Strassenfahrer reüssieren».

[Von: August Widmer - Foto: Werner Jacobs - 18. März 2017 um 22:27 Uhr]
Kein trockener Blumenstrauss 
Gian Friesecke gab zu, dass er am letzten Aufstieg vom Antritt seines um zwei Jahre jüngerenGegners überrascht worden war: «Zobrist fuhr stark, ich musste ihn ziehen lassen». Friesecke, derletzte Woche mit der Schweizer Nationalmannschaft in Kroatien ein Etappenrennen bestritten hat,liess sich wegen der Niederlage allerdings nicht entmutigen. Im Gegenteil: Es gab Zusatztraining.Denn trotz Nieselregen nahm Friesecke die Strecke von Rüfenach heim nach Wila im ZürcherOberland per Rennrad in Angriff. Da Friesecke bereits mit dem Fahrrad an den Start gefahren war,kam er so auf gut 200 regnerische Trainingskilometer. Das Hauptproblem war für den ZürcherOberländer nicht die Heimfahrt bei Regen, sondern vielmehr, wie er als Zweiter erhaltenenBlumenstrauss nach Hause brachte. Obwohl er ihn in den Rucksack packte, dürfte er denBlumenstrauss wohl kaum trocken ins Zürcher Oberland gebracht haben. 
Bei den jüngeren Senioren gewann Andreas Caruso (Affoltern a/A) vor Timo Albiez (BadSäckingen) und Christoph Terlien (Berneck SG). Bei den älteren Senioren holte sich wie imVorjahr Ex-Profi Dany Hirs (Neuenhof) vor Tom Dufner (Wetzikon) und Zacharias Künzle(Effretikon) den Sieg. 
Frauen und Amaterue im Mittelpunkt 
Mit Rennen für die Frauen, Amateure, Junioren und Anfänger wird in Rüfenach heute Sonntag, 18.März, in die Strassensaison 2017 gestartet. Los geht das als «Aargauer Challenge» bezeichneteRennen um 8.30 Uhr.August Widmer