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GP Rüebliland

41. GP Rüebliland, 1. – 3. September 2017 – das internationale Junioren-Etappenrennen geht mit neuem OK Präsident ins 41. Jahr. – 42 Schweizer-Junioren werden auf einige der besten Junioren der Welt treffen.

Die gute Nachricht vorab: Die Nachfolger von Fabian Cancellara und Silvan Dillier stehen in den Startlöchern. Mit Reto Müller und Marc Hirschi konnten Schweizer Junioren den GP Rüebliland in den vergangenen beiden Jahren gewinnen. In den letzten 40 Jahren ist es nur neun Mal vorgekommen, dass Schweizer Junioren am Schluss zuoberst auf dem Treppchen der Vieretappenfahrt standen. Vor Müller und Hirschi kam es noch einmal vor, dass an zwei aufeinanderfolgenden Jahren Schweizer gewannen: 1997 mit Sandro Güttinger und 1998 mit Xavier Pache.

Junioren-Nationaltrainer Thomas Scheurer sagt denn auch: «Die letzten beiden Jahre waren mit Blick auf die Schweizer Junioren ausserordentlich. Alleine 2016 hatten wir sieben potenzielle Siegfahrer, die sich auch persönlich gut verstanden und deshalb als Mannschaft bestens funktionierten.» Mit dem Wechsel in die nächsthöhere Kategorie habe die Leistungsdichte im Schweizer Team heuer zwar etwas abgenommen. Aber: «An den Bahnweltmeisterschaften in Monichiari ist der Vierer in der Mannschaftsverfolgung einen neuen Schweizer Rekord gefahren. Drei von ihnen – Mauro Schmid, Valère Thiébaud und Alex Vogel – starten mit guten Chancen im Schweizer Nationalteam am GP Rüebliland. Dazu kommt Scott Quincey, der mit dem Bahnvierer EM-Dritter geworden ist», erklärt Scheurer.

Er rechnet damit, dass vor allem die Norwerger vor ihrer Heim-WM Ende September in Bergen ein starkes Team stellen werden. Andreas Leknessund habe Ende Mai bereits in beeindruckender Weise die Waadtland-Rundfahrt gewonnen. Immer stark fahren zudem die Dänen. Auch den Engländer Thomas Pidcock – er gewann bereits die Quer-WM und ist Sieger des Juniorenrennens Paris-Roubaix – hat Scheurer auf der Rechnung, wie auch den starken italienischen Sprinter Davide Ferrari. «Sollte das Wetter tatsächlich wie vorhergesagt nass und kalt werden, sind die Nordländer im Vorteil», ist Scheurer überzeugt. (map.)

Das Programm:

Freitag, 1. September, 15 Uhr, Schöftland – Schöftland, 107.8 km, Zielankunft 17:30 Uhr.

Samstag,  2. September, 9.45 Uhr, Halbetappe Möhlin – Möhlin, 83.2 km, Zielankunft 11.40 Uhr.
16 Uhr, Zeitfahren in Möhlin, 9.6 km, letzte Zielankunft 18:15 Uhr.

Sonntag, 3. September, 9 Uhr, Wohlen – Wohlen, 119.4 km, Zielankunft 11.50 Uhr.

Die Geschichte:

Der Grand Prix Rüebliland ist das einzige internationale Junioren-Etappenrennen für Strassenradfahrer in der Deutschschweiz. Vom Radweltverband (UCI) wurde das Nachwuchsrennen in der zweithöchsten Kategorie (MJ2.1) eingestuft und gilt eines der bestbesetzten Junioren-Etappenrennen Europas. Mit gutem Grund: Immer anfangs September findet der GP Rüebliland kurz vor den Weltmeisterschaften statt. Zahlreiche Nationalteams aus ganz Europa und Übersee nutzen das Einladungsrennen als WMGeneralprobe. Das Fahrerfeld umfasst in der Regel 25 Mannschaften zu je sechs Fahrer. Zur gezielten Nachwuchsförderung in der Schweiz werden zudem Kantonal- und Regionalmannschaften zugelassen. Gefahren wird während vier Etappen innerhalb von drei Tagen vorwiegend auf den Strassen des Kantons Aargau, der auch als «Rüebliland» bezeichnet wird.

Das erste Mal durchgeführt wurde der GP Rüebliland 1977 auf Initiative von Radsportbegeisterten. Um das Rennen finanziell besser abzusichern, wurde die IG GP Rüebliland gegründet. Einige frühere und heutige Spitzenfahrer haben das anspruchsvolle Etappenrennen mit Erfolg absolviert und so den Grundstein für eine erfolgreiche Profikarriere gelegt: Laurent Jalabert, Davide Rebellin, Damiano Cunego, die Gebrüder Schleck, Adriano Basso, Patrik Sinkewitz, Thor Hushovd, Roman Kreuziger, Zdenek Stybar, Bob Jungels. Aus Schweizer Sicht herausragend waren die Teilnahmen von Fabian Cancellara, Niki Rütimann, Beat und Markus Zberg, Laurent Dufaux, Oskar Camenzind und Silvan Dillier, die später auch als Berufsfahrer den Durchbruch geschafft haben. Das Rennen wird grösstenteils ehrenamtlich getragen und organisiert.

weitere Infos, Streckenpläne, Startlisten, Ranglisten : www.gp-ruebliland.ch

Fotos: GP Rüebliland 2016 – Werner Jacobs – Radsport.ch

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